Pädagogische Anleitung

 

Um als pädagogische bzw. therapeutische Arbeit mit Kindern unter Einsatz von Hunden bezeichnet zu werden, müssen folgende personelle Qualifikationen erfüllt sein:

Mindestens eine pädagogische Fachkraft (Erzieher, Heilpädagogen, Ergotherapeutin, Sozialpädagogen, Psychologen, Heilerziehungspfleger), die vorrangig für die Zusammenstellung der Gruppe, die individuelle Betreuung und Förderung der Kinder und der Ausarbeitung der entsprechenden Therapieplanung zuständig ist.

 

Des weiteren steht uns Pia Gröning zur Verfügung um uns in tierischen Belangen zu unterstützen. Fr. Gröning

ist für die Auswahl und Überprüfung der Hunde zuständig, ebenso für alle Bereiche, die den Hundesport betreffen und für die Weiterqualifizierung der Hundebesitzerinnen bzw. Hundebesitzer. Der zuständige Übungsleiter kann

die Eignung der jeweiligen Hunde, für die Arbeit mit Kindern auch bei bereits bestandener Begleithunde-Prüfung erneut überprüfen. In Absprache mit den Pädagoginnen bzw. den Pädagogen werden die Übungsstunden vor-

bereitet und durchgeführt sowie die Zusammenstellung der jeweiligen Kind/Hund-Teams und die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Hundebesitzerinnen bzw. Hundebesitzern koordiniert.

 

 

Zielgruppe im Rahmen heilpädagogisch-therapeutischer Arbeit

 

Die Methode „tiergestützte Pädagogik mit Hunden“ wenden wir unter anderem bei Mädchen und Jungen an, die

im Umgang mit Menschen bzw. Pädagogen, Therapeuten aber auch anderen Kindern sehr scheu sind; bzw. manchmal auch therapiemüde sind, denn Hunde sind unvoreingenommen, sie schweigen, sie bieten Schutz und Treue und lassen an Kraft und Lebensfreude teilhaben. Sie treten einem Kind in der Regel ohne Bewertung gegenüber und nehmen es so an, wie es ist. Hunde haben im Rudel eine soziale Rangordnung. Haushunde bzw. Hunde mit dem für die therapeutische Arbeit notwendigen Ausbildungsstand haben ihre Rangordnung mit dem Besitzer geklärt und werden sich mit dem „Kind“ auf die gleiche Ebene begeben und ihm freundschaftlich begegnen.

 

 

Zielsetzung und Förderungsmöglichkeiten

 

Das Selbstbewusstsein der Jugendlichen / zu Betreuenden wird gesteigert. Das Sozialverhalten zwischen den Jugendlichen / zu Betreuenden, den Betreuern/innen und den Hunden wird eingeübt und verbessert. Aufbau von Beziehungsfähigkeit über das Medium „Hund“.

 

Die Reflexion der eigenen Rolle wird ermöglicht und unterstützt.

 

Ermöglichung von Grenzerfahrungen und Grenzerweiterungen.

 

Die Jugendlichen / zu Betreuenden haben die Möglichkeit, ihren Bewegungsdrang in der gemeinsamen Bewegung mit dem Hund zu stillen.

 

Das Erleben von Gemeinschaft, Solidarität und Freundschaft wird ermöglicht. Die Jugendlichen / zu Betreuenden Freude im Umgang mit Tieren und Natur erleben lassen. (Einheit Mensch-Tier, Natur Naturbezug, Achtung voreinander und vor dem Tier)

 

Die Ausdauer der Jugendlichen / zu Betreuenden wird spielerisch gesteigert. Die Grobmotorik wird gefördert.

Steigerung des Konzentrationsvermögens

 

Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung wird gefördert

 

Die Wahrnehmung der Jugendlichen / zu Betreuenden für andere Lebewesen wird sensibilisiert.

 

Das Kennen lernen von Möglichkeiten sinnvoller Freizeitgestaltung

 

Erfolgserlebnisse bei Vorführungen in der Öffentlichkeit

 

Annahme und Weitergabe von Lob und Anerkennung für erbrachte Leistungen.

(Wertschätzung erfahren).

 

 

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© Axel Evers